Berlin-Marathon 2011 war doch ein Erfolg

Nun komme ich dazu was über den Berlin-Marathon 2011 zu schreiben.

Es ist geschafft, ich habe meinen 5. Marathon beendet und fühlte mich im Ziel echt super. Da der Weltrekord neu aufgestellt wurde, könnte man ja sagen, es war super Laufwetter. Nun für die Läufer der Weltspitze bestimmt, die waren ja auch schon gegen 11:00Uhr fertig, also wir noch nicht mal den Halben hinter uns hatten.

Es war dieses Jahr echt entspannter als im letzten Jahr. Ich kam pünktlich zum Bahnhof, der Zug fuhr auch pünktlich und waren wir schon 1,5h vor dem Start auf dem Hauptbahnhof in Berlin. Also hatte ich genug Zeit mich nochmal in die Schlange vor den Toiletten auf dem Hbf. zu stellen und das alles ohne Druck.

Das Wetter war einfach Super, die Temperatur am Morgen ca. 12C°, aber wir hatten es ja auch erst kurz vor 8:00 Uhr. Dieses Mal ging ich entspannt zum Zelt, wo ich meine Kleider abgeben musste und genau so entspannt ging ich dann in meinen Startblock. Leider wurde ich falsch umgeleitet und kam so ganz hinten im Startfeld raus. Nun konnte man sich aber noch gut nach vorne durch arbeiten. Es war ja noch Zeit, die Gymnastik war zwar schon voll im Gange, aber ich war damit beschäftigt mich in Block E vor zu “wühlen”.

Kurze Zeit später, kurz von 9:00Uhr, war ich dann auch da angekommen, wo ich hin wollte. Diesen Lauf ging ich ganz locker an, komisch war, das ich gar nicht mehr so aufgeregt war, wie bei den anderen Läufen. Ich wollte den Lauf nur laufen und wenn möglich, entspannt und nicht voll ausgepowert ankommen.

Warum? Nun laufen am 30.10.2011 auch den Frankfurt Marathon und da ich nur 5 Wochen zu Regeneration habe, sollte Berlin nicht all meine Kraft aufbrauchen.

Im Starblock entdeckte ich dann ein Memler.de T-Shirt und der, der es Trug war kein anderer, als ein Laufkumpel von mir. So trafen wir uns doch in der Menge von 40.000 Startern, wow. Wir hatten uns nicht verabredet, aber es war toll hin zu treffen. Wir beschlossen den Lauf mit 4:15h Finish an zu gehen. Was ganz schön Ehrgeizig war.

Der Startschuss, für unseren Block, viel um 9:15Uhr und die Massen bewegten sich langsam vorwärts. Ich kannte es schon und wie schon erwähnt, war zwar Freude da, aber nicht mehr das Riesige Herzklopfen. Ankommen war das Ziel, Zeit war zweitrangig, aber nicht die Form, Kaputt machen durfte ich mich nicht.

Nun liefen wir beide unser Tempo, ich hatte eine Lauftabelle von den memler.de dabei und nach der wollte ich laufen. 4:15h war ein stolze Ansage, was ich bald schon merken sollte.

Das Feld zog sich, wie in den anderen Jahren auch, nur sehr langsam aus einander und kam es auch wieder dazu, das man die Tempovorgaben nur schwer erreichen konnte. Aber wir hielten unseren Schnitt echt lange bei.

Nach ein paar Trennungen bei den Verpflegungsstationen, fanden wir uns immer wieder. Die Temperatur stieg nun schon merklich an. Ich habe dieses mal kein Trinken dabei gehabt, denn ich wusste, das es genug an der Strecke gibt. Ich hatte nur mein Powergel dabei und davon nur 5 Stück.

Kurz vor dem HalbMarathon habe ich dann meinen Laufkumpel verloren. Aber ihm nun nach zu Laufen, wollte ich nicht, denn lief nun schon weit unter meinem geplanten Schnitt, die Temperaturen trieben meinen Puls hoch und mein gestellter Max. Puls piepte schon recht oft. Nach dem Durchlauf der 21km habe ich dann angefangen gas raus zu nehmen und den Lauf so richtig zu genießen.

Ich habe nun jede Verpflegungsstation locker mit genommen, bin stehen geblieben und habe mit den Zuschauern gesprochen. Sogar für ein Tänzchen hatte ich Zeit.

Ich kann nur jedem empfehlen, mal einen Marathon zu laufen ohne Zeitdruck nur aus Spaß ;-), man wundert sich, wer und was alles an der Strecke steht. Ich lies die Ziel Zeit, Zeit sein und lief ganz locker weiter. Mir war wichtig das ich das tempo auf dem halben halten konnte und somit eine Zeit von 4:15h – 4:30h in Frankfurt schaffen könnte.

Ab Kilometer 30 überkam es mich mal wieder, ich war so gut drauf, das ich es gar nicht merkte, wie ich immer schneller wurde und einen Schnitt von 6:10 Min/km drauf hatte. Da musste ich doch mal wieder bremsen, um den Puls runter kommen zu lassen. Die Powergels verfehlten Ihre Wirkung nicht, nur hatte ich in der Stunde zuvor ja nicht so viel Energie verbraucht wie geplant und somit Überschuss an Energie 😉

Ab Kilometer 40 lief ich dann wieder locker durch und legte auch noch ein wenig zu, denn nun habe ich die 4:30h überschritten und da packte mich doch der Ehrgeiz nicht über 4:45h zu laufen.

Nach einem schönen Durchlauf durch das Brandenburger Tor hatte ich auch diesen Marathon geschafft und mit

4:42:38h

eine Gute Zeit ge(-habt)-laufen. !

Nächstes Jahr wie … Berlin ich komme 🙂

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