Berlin Marathon 2010, der Regenlauf mit Happyend, Teil 2 – der Lauf

geb 2010 404Wie sollte es anders sein, es regnete und regnete. Aber nun war ich ja auf der Piste und trotz des Stresses in der Zeit vor dem Start, fühlte ich mich super.

An der Siegessäule traf ich meine Familie und die taten mir jetzt schon Leid, wenn es nicht auf hören würde mit dem Regnen, dann sind sie am Ende bestimmt genau so Nass wie ich.

Die Strecke kannte ich vom letzten Jahr und wusste, wo es eng wird und wie ich den Lauf gestallten muss. Ich habe mir die Zeittabelle von 4:15h ausgedruckt und in eine Plastiktüte gepackt, so das der zettel nicht nass wird.

Der Start war geglückt und ich fing langsam an, bis zum 5km, mein Tempo zu finden. Wie ich es gelernt habe. Aber hier sollte ich schon die ersten Erfahrungen machen, die man als schnellerer Läufer wohl macht, wenn man in einem Feld läuft, was viel langsamer ist als man selbst. Denn an der ersten Verpflegungsstation ging gar nichts mehr, der erste Zwangs Stopp sollte hier beginnen, aber dank Gehweg, den ich dann benutzte, konnte ich langsam weiter laufen.

Was sollte das, die ersten gingen schon und es waren noch 37km zu laufen. War ich so gut trainiert oder die anderen so schlecht, ODER war ich einfach nur im falschen Starterblock´gestartet.

Der nächste Versuch sich von der Gruppe zu lösen ging auch wieder schief, denn biss zum 10km konnte man nur Slalom um die Leute laufen, was viel Kraft kostet und immer wieder zu schnellen Stopps führten und schnellen Anläufen.

Ich beschloss mit der Gruppe zu laufen und schon jetzt schaffte ich die norm Zeit nicht. Ich hätte bei 10km einen Schnitt von 5:35 min/km laufen sollen und ich schaffte es gerade mal auf 5:50 min/km! Wie soll ich das schaffen?
Bei der nächsten Gelegenheit wollte ich an der Gruppe vorbei laufen, aber denkste, wieder eine Verpflegungsstation und wieder eine Verstopfung. Ich lief ganz links vor an den letzten Tisch und schnappte mir 2 Becher wasser, mit denen ich dann weiter lief.
Ich wollte unbedingt durch laufen, alleine das würde mir eine gute Zeit bringen.
Ich trank das Wasser nun im laufen und das ging echt super. Nun kamen wir am Fernsehturm vor bei, die ehemalige Karl Marx Allee, hier war die Straße sehr breit und ich habe es tatsächlich geschafft eine 5:25 min/km zu laufen, für sage und schreibe 800m ;-). Ich lief außerhalb der Markierung und hätte fast einen Messpunkt übersehen. Ab jetzt lief ich, wo es ging auf dem Fußweg, hinter den Zuschauern durch, andere machten es mir nach und nur so schafften wir es ein paar Läufer zu überholen. Alle paar Meter mussten wir wieder zurück ins Feld, weil die Straße abgeboren ist oder der Weg versperrt war.
Es war das reiste Massen schieben. Ab 21km wurde es ganz schlimm, nun ließen bei vielen schon die Kräfte nach und ganze Felder liefer vor einem, die Strecke war teilweise so eng, das man nur auf den Weg hinter die Zuschauer ausweichen konnte und somit wieder viel Kraft verschwendet wurde. Es war mir klar, das ich die 4:00h nicht halten konnte, da ich den Halben weit über meine Sollzeit passierte. Nun nahm ich die 4:15h in Angriff, dafür lag ich noch in der Zeit. Der Traum von 4:00h war zerplatzt. Aber vielleicht war es auch gut so, das ich nicht die volle Power laufen konnte, vielleicht hätte ich dann das Ende nicht erreicht?

Bei 30km lag ich noch unter 5:55 min/km Schnitt und das war echt super. Meine Beine merkte ich nun, aber den regen nahm ich nicht mehr war. Meine Familie stand bei 22km und die hätte ich fast übersehen. Sie waren sehr erfreut mich so schnell zu sehen, auch ich war sehe erfreut sie zu sehen und vor allem in solch einer Form, die ich noch hatte.

Die 30km lies ich auch recht locker hinter mir. Nun sollte aber das 3h Training greifen. Die 3h waren rum und ich habe meinen ersten Erfolg gehabt, die 30km in 3h zu schaffen!

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