Mein erster Trainigslauf mit einer Gruppe

Nun habe ich es geschafft, mein langes Vorhaben wurde in die Tat umgesetzt. Ich habe mich einer Laufgruppe angeschlossen, genauer gesagt darf ich nun mit dem Team von  “mein-erster-marathon.de” trainieren.

Ich wollte mich schon seit Monaten anmelden, habe es aber immer wieder verschoben, da ich ja eigentlich im Mai schon den Stockholm Marathon gelaufen bin und die Trainingsperiode von mein-erster-marathon.de geht von April bis September zum FIDUCIA Baden Marathon Karlsruhe.

Bei einem Zöliakie Fest auf dem Thomashof, habe ich meine Bekannte getroffen, die mir erzählte, das sie nun auch bei mein-erster-marathon.de trainiert. Ich sagte Ihr, ich wollte schon lange da einsteigen, aber nun sei es wohl zu spät. Sie versucht mich noch in Team zu holen, sagte sie und was sie versprach hat sie auch gehalten.

Schon lange wollte ich mit Ihr laufen, denn sie war und ist ein Vorbild von mir. Ich habe sie beim Zöliakie Fest um Ihre Fitness beneidet und wollte nun unbedingt auch was tun, denn bei mir steht am 19.09.2010 der HalbMarathon in Karlsruhe an und am 26.09.2010 der Berlin Marathon.

Sie sagte am Samstag, den 24.07.2010 treffen sich die Läufer in Knielingen zum 3 Stunden lauf. Wow 3 Stunden, dachte ich nur, aber ich muss mal anfangen und so kam es, das ich nach einem 22km Sonntag Morgen Lauf, nun den 3 Stunden Lauf am Samstag Morgen laufen werde.

Meine Vorbereitung am Freitag Abend, bestand aus Dehnungen und Massagen, so das ich am Samstag keine, oder wenig Probleme mit dem rechten Oberschenkel habe. Das Wetter sollte ja gut werden, denn seit Donnerstag hat es eigentlich nur durchgeregnet und das mal in strömen und mal nur tropfen weise.

Samstag morgen stand ich nun voller Vorfreude um 7:30Uhr auf, eigentlich konnte ich schon die ganze Nacht nicht richtig schlafen. Die Laufsachen angezogen, nochmal aufs Wetter geschaut und los ging es.

Der Treffpunkt war der Festplatz in Knielingen, um 9:00Uhr sollte es los gehen und auf dem Weg dahin, hat es wie aus Eimern gegossen. Ich überlegte, ob ich wirklich laufen sollten, aber dieses mal wollte nicht keinen Rückzieher machen und blieb stark.

Um kurz vor 9:00 Uhr waren nur wenige Autos auf dem Parkplatz gestanden, ob ich hier überhaupt richtig bin, dachte ich mir, aber dann kamen auch die anderen schon. Ein Auto nach dem anderen und kaum hat man sich versehen, waren es binnen 5 Minuten bestimmt 20-25 Autos mit motivierten Läufern.

Die Gruppe war bestimmt 30-40 Läufer groß. Meine Bekannte kam dann auch bald und da meine Frau zurück musste, ging ich zu Ihr und verabschiedete mich von meiner Frau mit den Worten “ ich werde es schon überleben…”

Kaum waren alle Läufer da und umgezogen, ging es schon an die Gruppenaufteilung. Es wurden 6:00;6:20;6:40 und 7:00 Min/km Gruppen gebildet.

Dann noch die Unterteilung in HalbMarathon 2:30h und Marathon 3:00h.

Da ich nicht wusste was mich erwartet und wie exakt die Tempos geholten werden, schloss ich mich der Gruppe meiner Bekannten an, die 7:00 Min/km Gruppe.
Es sollte ja auch eine LDL (lockerer Dauer Lauf) werden.

Und schon ging es los, die Gruppen trennten sich schnell, da wir die langsamste waren, liefen wir den anderen Buchstäblich immer hinter her. Das Wetter legte nun aber auch los. Es fing wie auf Kommando an zu regnen. Es schüttet regelrecht wie aus Eimern. Aber zum Glück wurde es immer wärmer und bei ca. 18°C war der Regen nicht so kalt.

Meine Gruppe hat mich gleich super aufgenommen, auch wenn ich keinen kannte, da ich das erste mal mit ihnen gelaufen bin, wurde ich sofort in die Gruppe integriert. Die Strecke sollte nicht so super werden, aber für mich war das kein Problem, denn ich war andere eintönigere Strecken gewöhnt. Für mich war es wichtig im Team zu laufen und das in einem gleichmäßigem Tempo. Wir liefen unseren Schnitt von 7:00 min/km und unsere “Teamchefin” war sehr auf dieses Gleichmäßige Tempo bedacht. Echt super!

Nach dem ersten Drittel der Strecke, also so bei ca. 50Min gab es sogar eine Verpflegungsstation mit Trinken, das war echt genial. Ich habe extra was zu trinken mit genommen, aber das nächste mal weis ich, das ich mir das Gewicht sparen kann.

Nach exakt 1:30h Laufzeit (Pause raus gestoppt) wurde an ein Pfütze! auf dem Damm gewendet. Bis hier habe ich noch keinerlei Ermüdung verspürt, es war ein echter LDL! Auf dem Rückweg gab es dann nochmal einen Stopp zum trinken, die schnellen Läufer, die ja weiter gelaufen sind als wir, haben uns komischer weise eingeholt. Also die waren viel schneller als 6:40 Min/km sagte unsere Teamchefin.

Die Zeit verging echt schnell, schon waren 2:15h rum und der Rückweg war für mich nun viel leichter, denn ich laufe gerne Wege die ich kenne, so kann ich einschätzen wie ich meine Kraft einteilen muss. Auf dem Rückweg wurden wir auch ab und zu mal schneller, so das wir ausgebremst werden mussten.

Wie zum Anfang gesagt wurden die Unterhaltungen nun auch schon weniger und man merkte, das die ersten langsamer wurden und die Beine sich bemerkbar machten. Aber als Team hält man zusammen und so zogen wir uns mit ein paar schönen Sprüchen immer weiter in Richtung Ziel.

Ich habe mich mit Jürgen, den ich erst vor 2:30Uhr kennen gelernt habe, etwas von der Gruppe abfallen lassen, nur 10m –15m! Wir überbrückten die letzten 5km mit einem intensiven Gespräch, so das die Kilometer nur so verflogen. Ich suchte noch jemanden der mich wieder mit nach Hause nehmen kann und welch ein Glück, der Jürgen wohnt im Ort neben mir und so kamen wir halt ins Gespräch.

Eh wir uns versahen, liefen wir auch schon wieder über die Rheinbrücke und schon waren wir wieder am Festplatz in Knielingen angekommen.

Die schnelle Gruppe war noch gar nicht da? Sie hatten uns schon lange überholt. Ein paar Minuten später kamen sie, sie wollten die 3:00h voll machen. Nun, da haben die Tempo Läufer wohl ein paar längere Pausen gemacht als wie …

Es war ein schöner Lauf, ich fühlte mich super gut, war nicht kaputt, aber spürte, das ich was getan habe. Die Strecke war 26,5km in 3:00h, also ich denke mal für einen LDL nicht schlecht.

Ich freue mich schon auf das nächste Treffen, aber leider erst am nächsten Samstag, da ich die folgende Woche auf Dienstreise bin. Da werde ich aber bestimmt auch was gutes erleben.

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