Sonntag 6:00Uhr wecken zum lagen 22km Lauf

Damit ich nicht wieder faul im Bett liege und meine Fitness nun endlich besser wird, habe ich mit einem Kollegen einen langen Lauf vereinbart. Nun da er nicht viel Zeit hat und die Familie sein Tribut fordert, stellt er genau einen Termin zur Auswahl.

SONNTAG, den 18.07.2010 um 6:00 UhrEs musste sein und so sagte ich den Termin zu. Am Donnerstag beim B2run Karlsruhe, fragte er mich nochmal, ob der Termin steht und sagte  – ja, ich komme mit.

Die ganze Zeit war es ja so heiß und es ist ja schon fast Selbstmord, wenn man Mittags läuft. Ich bin nun mal etwas verrückt und somit habe ich die Mittagsläufe trotzdem gemacht.

Heute Morgen bin ich um 6:00Uhr aufgewacht, der Blick auf die Uhr sagte mir, das es echt erst 6:00Uhr, am Sonntag Morgen war. Aber ich wollte es ja so. Mein Kollege wollte mich um 6:00 Uhr anrufen, da würde er von zu Hause los laufen.

Nun war es schon 10 Minuten nach 6:00 Uhr und er hat noch nicht angerufen? Wird er abspringen, nein, dann muss schon was wichtiges dazwischen gekommen sein. Und schon klingelte das Telefon, er war es und sagte nun bescheid, das er los laufen würde.

Er braucht ca. 10-12Min bis zum Treffpunkt, also hatte ich noch Zeit mich für den Lauf etwas vorzubereiten und zwei Scheiben Toaste zu essen. Ich zog meine am Abend zuvor bereit gelegten Laufsachen an und klebte die Pflaster auf.

Etwas strecken und dehnen und schon ging es raus. Ich legte den Gürtel mit den 2 Trinkflaschen an schloss leise die Wohnungstür, denn die Familie schlief natürlich noch und stand 6:10 Uhr vor der Tür.

Da kam auch schon das erste High Light des Tages, zwei Jugendlich die von einer Party kamen, gingen ganz schön erschöpft an mir vorbei, da fragte mich das Mädel doch echt  “sie fahren jetzt nicht zufällig mit dem Auto, oder?”, Ich sagte nur, “NEIN ich gehe jetzt laufen”, Ihr Kumpel sagte dann zu Ihr nur “ Das sieht man doch, oder nicht!!” Sie hatte gehofft, das sie nicht mehr die 3km bis in den Nachbarort laufen müsste. Ich “sagte nur, ich bin nach ca. 20km in Mutschelbach….”  ganz entrüstet sagte sie “ SOOOO weit ist es noch..”

Ich lief zum Treffpunkt und da angekommen war er noch nicht da, eine gute Gelegenheit noch etwas für die Dehnung zu tun. Und schon kam er um die Ecke, gut eingelaufen und echt Fit.

Die Stecke führte uns gleich mal Bergauf, die kannte ich schon, sie führte zum Thomashof hoch. Ich war mal gespannt, ob ich es aushalten würde, die ganze Strecke durch zu laufen. Ich kannte die Strecke nicht und somit wusste ich nicht, wie ich die Kraft einteilen sollte. Mein Puls lag bei guten 139/min, wow dachte ich nur, geht ja echt gut. Den Berg hoch kam er dann auf 149/min hoch, war aber für meine Verhältnisse immer noch echt gut.

Der Morgen war es klasse zum laufen, es waren 16°C und auf keinem Fall war es zu kalt. Nach dem lauf am Donnerstag, den B2run in Karlsruhe, dachte ich nicht, das es so gut “gehen” würde.

Auf dem Weg zum Thomashof kam uns schon die erste Joggerin entgegen, also gibt es noch mehr “Bekloppte” so wie wir, die Sonntags 6:00 Uhr aufsteh um zu laufen. Weiter ging es Richtung Batzenhof, eine Ebene ehr abfallende Stecke. Super Aussicht in den Schwarzwald, mit der aufgehenden Sonne, echt Super schön. Der Puls liegt nun bei ruhigen 152/min, echt super gut. Wir laufen aber auch nur einen Schnitt von 7:20 min/km! Soll ja echt LOCKER sein, dieser Auslauf am Morgen.

Am Batzenhof vorbei in Richtung Palmbach, dann gleich links in Richtung Langensteinbach. Ein kurzer letzter Anstieg und dann sollte erst mal lange Berg ab gehen. Den Waldweg runter zum Staubecken holten wir wieder etwas Zeit raus und nun konnten wir den Morgen so richtig genießen.

Am Staubecken angekommen ging es auf der anderen Seiten den Berg wieder hoch und das ganze 2km.

Das hatte er mir nicht gesagt….

Hier musste die erste Trinkflasche dran glauben.

Aber mit kurzen Schritten schafften wir das auch und immer mehr Walker und Jogger kamen uns entgegen.

Oben angekommen ging es über die Straße und erst mal wieder Berg ab.

Auf der anderen Seite tauchten wir wieder in den schönen Wald und schon ging es WIEDER den Berg hoch. Die Tücke war, das ich die Strecke nicht kannte und somit nicht wusste wie lang der Weg war, bis ich oben angekommen bin. Ich freue mich gerne auf den Abstieg, beim Aufstieg, das gibt mir die nötige Kraft und Motivation um da überhaupt hoch zu laufen.

Die Steigungen haben wir nun hinter uns, sagte er mir und ich sollte fest stellen, das er recht vergesslich ist. Denn kaum der Abstieg geschafft und die Ecke gelaufen, tauchte die nächste Steigung auf. Dann kamen wir auch an die LANGE Steigung, die für Ihn so Quälend ist, da diese ganze 2-3km gerade aus geht und immer 15-20° Berg hoch. ABER hier kam uns eine echt frische Briese entgegen.

Saubere, frische, klare und wohl riechende Wald Luft. Tiefe Atemzüge füllten unsere Lungen mit diesem Geschenk des Waldes.

Oben angekommen ging es nochmal kurze Strecken hoch und runter und dann waren wir wieder an der Straßen angekommen. Hier machten sich nun auch die hinter uns gebrachten Höhenmeter bemerkbar. Meine Beine wurden schwerer und die ersten Wehwehchen machten sich bemerkbar.

Die Uhr zeigte nun auch schon ein Strecke von 16km und 2:15 gelaufene Stunden an. Es stand der Puls bei 159/min und beim Berglauf kam er nicht an die 170/min ran, das war echt super. Wir wollten ja nur laufen, nicht gegen die Zeit, sondern die Strecke schaffen.

Wir liefen über die Autobahn A8 und dann in den Hardtwald, hier liefen wir auf dem Weg, der zu meiner Hausstrecke gehört.. Nur sind wir dieses mal von der anderen Seite an die Abzweigung gekommen. Ab hier kannte ich den Weg wieder und wusste das es bald geschafft ist. Bei 17,5km auf meiner Uhr in Mutschelbach,  haben wir uns getrennt, er lief links nach Hause und ich rechts weiter meine Strecke. Da er ja am Anfang die 3km bis zu mir gelaufen ist, sollte er sein Ziel erfüllt haben und die 20km voll bekommen haben.

Ich lief weiter und wusste das ich noch 5km vor mir habe und somit auf ca. 22km kommen würde. Ich lief noch mal ein paar Steigungen und merkte das es echt reicht, die Knieen machten sich bemerkbar und mein erstes Seitenstecken kam. Ich hatte nichts mehr zum trinken und wusste, das es also bis nach Hause so gehen muss.

Nach ein paar Kilometern, war ich dann auch am Ziel 2:45h und 22km.  Ich habe bei 22km gestoppt und bin etwas ausgelaufen.

JAJAJA – es sollte ein locker Lauf sein, was er auch war. Der Puls lag bei coolen 158/min, was bei mir super ist, der ein MAX von 192 hat!

Meine Nachbarin hat mich gesehen und fragte wie weit denn und seit wann ich draußen bin. Ich sagte nur 22km und ca. 6:00 Uhr, sie nur die Hände über dem Kopf zusammen geschlafen…

Die Strecke war echt anspruchsvoll, immer wieder neue Reize für die Beine, Berg auf und Berg ab, echt cool die Strecke.

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