Mein B2RUN Karlsruhe am 15.07.2010

Es war mal wieder so weit und der zweite Wettkampf nach dem Stockholm Marathon 2010 stand vor der Tür.

Der B2RUN in Karlsruhe ist ein Firmenlauf über 5,6km, der in verschiedenen Städten durchgeführt wird.

Wir waren dieses Jahr zahlreich vertreten, aber natürlich nicht so zahlreich, wie die großen Firmen hier in der Region. Unser Mädels und Jungs waren echt gut drauf und wollen mal wieder in der Spitze vorne mit laufen. Ich für mein Teil habe mir eine Limit von 0:30h gesetzt und wollte auf keinem Fall darüber kommen. Im letzten Jahr bin ich in 0:27h gelaufen und war vielmehr im Training zu vor gewesen. Ich wusste was ich nicht wollte, auf keinem fall eine Verletzung und somit den Berlin Marathon gefährden.

Das Aufwärmen ging ja noch recht gut nur habe ich hier schon das ziehen in meinem rechten Oberschenken gespürt. Seit Monaten habe ich Probleme, besser seit dem Muskelriess 2009, bei der Badischen Meile Karlsruhe 2009. Ich versuchte mich, so gut es geht, zu dehnen und lief ca. 1,5km. Dann begann auch schon das Warm Up und wir gingen zum Startbereich. Hier schafften wir es leider nicht mehr in den Startblock der unter 0:30h Läufer und blieben im zweiten Block Stecken.

Die Temperatur in Startblock waren höllisch, auch wenn es Lufttemperatur vielleicht nur 25°C waren, waren es in der Masse der Läufer gefühlte 45°C. Der Puls ging schon gar nicht mehr unter 105/min und die Körpertemperatur stieg immer weiter an. Alle warteten nur auf den Startschuss, damit sie endlich hier raus kommen und Luft bekommen.

Pünktlich um 19:30Uhr fiel der Startschuss.

Der Pulk an Läufern bewegte sich und erstaunlich schnell kamen wir zum Start. Zum Glück wurden die Zeit mittels EDV erfasst und somit hatte jeder die gleiche Chance eine gute Zeit zu laufen, wie die ganz vorne, DACHTE ICH !

Kaum waren wir über den Start, da wurde der Weg auch schon SO was von eng, das man gehen musste. Wie soll man bei 5,6km diese Sekunden wieder gut machen? Also blieb einem nichts anderes übrig, als außen über den Rasen zu laufen und immer wieder SRINTEN-STOPPEN-SPRINTEN. Man konnte nicht frei laufen und somit wäre ich schon froh, wenn ich die 0:30h Ziel Zeit erreichen würde.

Nicht nur das es echt eng war, nun kamen wir auf einen Sandweg, die Staubwolke machte sich echt super in den Lungen, die man gerade mit vollen Zügen füllen muss, damit die Leistung kommen kann, die man benötigt. Nach nur 500m war mein Mund voller Staub und ganz trocken. das Atmen viel einem echt schwer und ich versuchte wo es nur ging, auf den Rasen aus zu weichen.

Nach 2,5km kam ungefähr die Wende, es ging über eine kleine Brücke auf die andere Seite der Alb. Das man hier nicht noch Maut zahlenmusste war auch alles. Hunderte Läufer drängelten sich über eine 2m breite Brücke. echt cool…..

Das ewige Start-Stopp sollte bald seine negativen Auswirkungen zeigen. Ich lief unter 5:30 min/km und das war schneller als ich dachte drauf zu haben. Dieser Schnitt würde für unter 0:30h genügen. Nur machten sich die erste Ermüdung bemerkbar.

Ich wollte an jemanden vorbei laufen, auch das ging nicht und so lief ich immer weiter hinter einer Gruppe her. Das ewige rechts vorbei – links vorbei – schneller – langsamer, das ist nichts für einen Marathon Läufer, der sein Rhythmus laufen muss.

Bei 4km überholten mich dann 2 Kolleginnen, die sich sichtlich freuten, aber bei mir ging nichts mehr, der Puls war bei 195/min und das war weit über meinem Plan von max. 185/min. Ich lies sie ziehen und versuchte den vor mir endlich zu überholen.

Über die Brücke zurück an andere Ufer der Alb und noch gut 1km ins Ziel. Warum auch immer habe ich das 4km und 5km Schild nicht gesehen. Aber kein Wunder, wenn man darauf achten muss, das man nicht gegen was läuft, wenn man zum Überholen auf den Seitenstreifen ausweichen muss.

Mein Glück war nur, das ich die Strecke kannte und genau wusste, das kurz vorm Ziel nochmal eine echt fiese Steigung kommt. Damit haben sichtlich einige nicht gerechnet. Ich habe zuvor etwas Gas weg genommen, um diese Steigung nicht mit Puls 200 nehmen zu müssen. Somit lief  ich diese recht zügig und gleichmäßig hoch.

Noch 300m bis ins Ziel und nun geht es mir wieder besser. nochmal eine enge Kurve ins Station und schon geht es 100m gerade aus ins Ziel. Hier hatte ich noch etwas Reserven um die letzten 100m etwas Gas zu geben, denn auf der Ziel Uhr stand schon 0:29:xx und da ich ein paar Sekunden später gestartet bin, sollte ich noch unter 0:30h rein kommen.

Ich habe es in: Bruttozeit:    00:30:08 Nettozeit:    00:29:25

Hier findet Ihr Bilder zum Event: B2RUN KARLSRUHE – Bilder Gallerie

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