Tagebuch – Stockholm-Marathon 2009 – Tag 4 von 8

090529_15-22-03Freitag, der 29.05.2009 – Die Startnummer in Stockholm abholen

Heute am Tag vor dem großen Ereignis wollen wir die Startnummer abholen.
Geplant ist eine Fahrt per Navi bis zum Olympiastadion und die Erkundung einer Anreise am Samstag per Bahn von Mariefred aus.

Nach der Klärung wer mich alles begleiten will, zum abholen der Startnummer in Stockholm, blieben meine Frau und die Annabelle übrig.
Die Angela, mein Bruder und seine Freundin, wollten sich einen schönen faulen Freitag machen.

Da wir am Samstag nicht mit dem Auto, nach Stockholm zum Marathon, fahren wollten, stand auch auf dem Plan, wie kommen wir am besten, mit 6 Personen, in die Stadt und wieder zurück.

Geplant war also als erstes das Abholen der Startunterlagen und dann die Klärung der Reiseroute für den Samstag.
Heute wollten wir mit dem Auto nur bist zu einer U-Bahnhaltestelle vor der Stadt fahren, da wir wussten, dass sich der Treffpunkt-Startnummernabholung am Stadion befinden und es eine U-Bahnhaltestelle „Olympiastadion“ gibt.
Das Navi sollte uns da ein große Hilfe sein, denn schließlich haben wir es ja dafür extra gekauft.

Um 10:00Uhr machten wir uns auf den Weg. Die Strecke bis Mariefred und auf die Autobahn kannten wir ja schon, somit war das wohl die einfachste Aufgabe für den heutigen Tag.

Wir wollten eine U-Bahnhaltestelle finden, welche am Rand der Zone C liegt und somit noch zu Stockholm gehört. Von hier aus müsste ich nichts zahlen und die anderen nicht so viel. Es gibt ja die CityCard von Stockholm.
Also gedacht, geplant und auf dem Weg, ging es zu einer U-Bahnhaltestelle, die sich sehr schnell als nicht praktikabel erweisen sollte. Sie lag mitten in einer Vorstadt und war auf dem ersten Blick nicht mal zu finden. Da es hier weit und breit keinen Parkplatz gab, der uns sicher erschien, wurde kurze Hand entschlossen, das wir mit dem Auto bis ans Stadion fahren und da ein Parkplatz suchen.

Der Weg aus dem Labyrinth der Stockholmer Autobahnen und Straßen führte uns mal gleich in eine Mautzone, die 10Kronen kosten sollte.
NUN, wir haben nur das Schild über uns gesehen, aber keine Möglichkeit, wo man die Maut entrichten könnte. Langsam fuhren wir unter dem Schild durch und warteten das es blitzte, aber nichts ist geschehen.
Wir folgten dem Navi und versuchten uns im Verkehrschaos zu recht zu finden. Da unser Navi nicht über einen Spurassistenten verfügt, war es um so spannender wo es es denn gleich lang gehen sollte und wie wir wohl die Spur so schnell wechseln könnten. Die Route führte uns quer durch den schönen Stadtkern, vorbei am Schloss und weiteren schönen Sehenswürdigkeiten. Aber eins kann ich nur sahen, das alles nahm ich nicht wahr, denn ich kämpfte mit dem Navi und dem Verkehrschaos.

Nach einer ungewollten und echt stressigen Stadtrund/durchfahrt kamen wir auch am Olympiastadion an. Es ist schon ein imposantes Bauwerk und da sollte ich morgen einlaufen, nach 42,2km und so einigen Strapazen.

Neben dem Stadion und zwischen dem Treffpunkt befand sich ein Parkplatz an einem Gebäude. Hier konnten wir im Schatten parken und das für nur ein paar Kronen.

Schnell noch auf die Toilette und dann zur heiß ersehnten Startnummerabholung.
Auch wenn es ja nur zur Abholung der Startunterlagen geht, aber das Lampenfieber in mir stieg schon ganz schön an. Mit jedem Schritt, dem ich mein Ziel näher kam, stieg die Aufregung. Man konnte am Freitag schon erahnen was sich hier am Samstag alles abspielen wird. Das ganze Stadion war voll mit Zelten, Tischen, Absperrungen, Dixi Klos uva.. Auf der Gegenseite sah man schon Vorbereitungen für die Pasta Party, die am Abend ab 18:00Uhr statt finden sollte.

Auf dem Weg zum Zelt, in dem es die Startunterlagen gab und einige Stände sich befanden, bekam man schon einen Eindruck, vom Ausmaß der Veranstaltung. Ich fühlte mich schon wie ein Gewinner!
Allein die Tatsache, dass ich es bis hier her geschafft habe und nun auf dem Weg bin, die Startnummer abzuholen, um die ich so sehr gekämpft habe, machte mich schon sehr Stolz und überglücklich.

Vor dem Zelt bekam man den Kleidungsbeutel mit den Überraschungen und die Startreservierung wurde Abgezeichnet.
090529_14-04-25_Canon DIGITAL IXUS 50 Im Zelt bot sich mir eine Anblick, auf den ich sooo lange gewartet habe. Rechts befanden sich die Startnummernausgaben und das war mein erstes Ziel.
Mir stolzen, schnellen Schritten und einem Lächeln in den feuchten Augen ging ich auf die junge Dame zu. Sie strahlte mir entgegen und schien zu Ahnen, was ich alles durchgemacht habe, für diesen kleinen Umschlag, mit der Startnummer „5154“. Ich konnte meinen Stolz und die übergroße Freude nicht länger verbergen und am liebsten hätte ich die Dame vor Freude in die Arme genommen und vor Dankbarkeit geküsst.

Meine Frau hat diesen GROßEN Augenblick, zum Glück in einem Bild festgehalten.
Voller Stolz ließ ich mich mit meiner, sehr schwer, erarbeiteten Startnummer fotografieren.

090529_14-06-30_Canon DIGITAL IXUS 50Es war vollbracht, ich hielt die Startnummer in der Hand, was lange Zeit gar nicht so Selbstverständlich war. Denn wenn man an die Zeit zurück denkt, die ich damit verbrachte, eine Startnummer für Stockholm zu suchen. [Bericht]
Die späte Anmeldung im Dez. 2008 führte dazu, das es keine Startplätze mehr gab. Ich habe aber mit dem Training schon angefangen und so setzte ich alle Hebel in Bewegung um doch noch eine Startnummer zu bekommen.

Zufrieden und Glücklich machten wir uns nun ans „shopping“, denn jeder kennt das, bei solchen Events gibt es immer schöne Sachen zu kaufen :-). Ich wollte noch einen Flaschengurt kaufen und auf jedem Fall ein Shirt oder So, was mich an das Event erinnert.
Es gab interessante Stände, so ein Stand an dem man sich massieren lassen konnte.
Aber, nachdem ich gesehen habe, wie eine Dame, um die 55Jahre, von dem Masseur durchgeknetet wurde und Ihre Augen dabei immer feuchter wurden, habe ich mir das lieber nicht angetan. Ich wusste ja nicht, ob die Verletzung[Bericht] schon so weit geheilt war, das er sie nicht wieder hervor massierte :-). Ich beließ es dann lieber nur beim kurzem zuschauen.

Den Flaschengurt fand ich an einem Stand, bei dem ich mir auch gleich Startnummernband mitgenommen habe. Am Stand von „einer Marke xyz“ holte ich mir dann eine Fließjacke für den Winter, mit dem Stockholm Marathon Logo. Ja, für den Winter/Herbst, die werde ich dann immer tragen, wenn ich im Winter laufen gehe :-).

090529_15-00-46_Canon DIGITAL IXUS 50Nach 1-2 Stunden im Paradies für mich und der Hölle für meine Frau und Tochter, machten wir uns an den Heimweg.
Als erstes gingen wir in die U-Bahnstation um zu sehen, welche Bahn hier her fährt und wie lange sie braucht von der Station am Stadtrand.
Viel gibt es da nicht zu finden, wenn man sich nicht durchfragt, dann ist es recht schwierig was zu finden. Aber wir haben es geschafft, denn die Leute sprechen in Schweden recht gut deutsch und vor allem englisch.

Uns wurde schnell klar, dass wir noch weiter weg von Stockholm einsteigen werden. Am Rand der Zone C fanden wir dann einen Bahnhof und zu dem sind wir dann gefahren.
Hier klärte uns dann der nette Bahnangestellt auf, was für uns am günstigsten ist und wie wir fahren müssen.

Das war alles sehr kompliziert, denn auch hier am Bahnhof durfte man nur 3Stunden parken. Wir suchten also einen Parkplatz auf dem wir länger parken konnten. Nicht weit weg, auf der anderen Seite vom Bahnhof, gab es einen großen Parkplatz, auf dem man 12h parken konnte. Somit war das auch geklärt und zum Schluss fanden wir noch eine Pizzeria, in der es glutenfreie Pizza für die Angela gab.

090529_20-55-20_Canon EOS 400D DIGITAL_001Nach einem langem Tag, ging es dann wieder zum Ferienhaus zurück, da angekommen waren die anderen 3 nicht mehr da ?
ne, sie waren auf dem see und haben geangelt. Angela hat einen Hecht gefangen und somit wurde der Fischvorrat wieder aufgefüllt, den wir seit Tagen versuchten, schrumpfen zu lassen ;-).

Den Abend ließ ich ruhig ausklingen. All meine Sachen legte ich auf dem Bett bereit um morgen früh nichts zu vergessen. Nun merkte ich schon die Anspannung, sie kam so langsam über mich. Ein paar Dehnübungen und eine Massage des verletzten Muskels und ab ins Bett.



Bilder vom 4. Tag

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  1. Ja, Hannes und ich weiß, ich bin ein schlechter Schreiber – wieder nicht fertig geworden, diesen Beitrag habe ich schon am 8.7 geschrieben und nun ist er endlich fertig geworden. Wo nimmst Du nur die Zeit her?