Bienwald-Marathon Kandel, 20Min. schneller als vor 6 Monaten

Nach dem gestrigen Tag mit der Bestzeit auf der Hausstrecke hatte ich mich doch entschlossen den HalbMarathon bei Bienwald-Marathon Kandel, in Angriff zu nehmen. Ich hatte mich nicht Vorangemeldet und hoffte nun, das es noch gehen würde.  Um ganz sicher zu sein, klingelte der Wecker schon um 6:30Uhr, da ich um spätestens 8:30Uhr in Kandel sein wollte. Meine Sachen habe ich natürlich in der Nacht noch gepackt, denn wie im Bericht von gestern geschrieben, war ich noch beim 50. Geburtstag meines Schwagers und dadurch sind wir erst um 23:00Uhr zurück gekommen. Zum Frühstück etwas leichtes und zum mitnehmen die Banane, der Energietrink und 2 Bugettsstücke. Schnell nochmal im Web geschaut ob vielleicht was drin steht, das alle Startplätze weg sind, aber nix gefunden, also “Ready for go”. In Kandel um 8:45Uhr angekommen, füllte sich der Parkplatz schon. Wir waren also nicht die ersten und sollten natürlich auch nicht die letzten sein. Das erste Ziel was ich erreichen wollte, war die Startnummer zu bekommen. Also raus aus dem Auto rein in die Mehrzweckhalle und hin zum Stand “Nachmeldungen” . Es sah ganz gut aus, die Startgebühr bezahlt und schon hatte ich die Startnummer 2359. Jetzt war alles nicht mehr so hektisch und die erste Anspannung viel ab. Wir holten das Runner T-Shirt und gingen zurück zum Auto. Am Auto angekommen, zog ich mich noch etwas um und fing an mich aufzuwärmen, während meine Frau versuchte im Ort einen Handyempfang zu bekommen. Echt, es gab da keinen Empfang außer den Franzosen D2.

Um 9:15Uhr war unser Parkplatz schon richtig voll und der erste Gang zum Busch war auch schon vollbracht, da kam so langsam die Aufregung zurück und die Spannung stieg. Ich fühlte mich echt gut, trotz des Laufens vom Samstag. Vielleicht gerade deswegen.

9:30Uhr, die ersten begeben sich in Richtung “START” um Aufstellung zu nehmen. Wir bereiteten uns auch langsam drauf vor. Ich trank nochmal was und verspeiste die Banane. Die Frage ob ich mich erst am Start umziehe oder gleich ergab sich, da das Wetter recht gut war und ich mich gut aufgewärmt hatte. Die Handschuhe nahm ich mit zum Start, die Jacke und die Jogginghose ließ ich im Auto.

9:50Uhr, wir befinden uns nun im Startbereich und ich ordne mich ganz frech mal bei 1:49h ein und dafür aber recht nahe bei “2:00h und mehr”. Ich wollte nicht wieder den Fehler machen und mich bei einer zu schnellen Truppe einordnen und die mir dann beim Start schon alle weglaufen.

9:55Uhr, ich aktiviere mein Handy und GSP Empfänger, mit dem ich die Strecke mit Tracke.

9:58Uhr, was soll den das nun, die Musik geht nicht richtig, der Kopfhörer vom Handy scheint nicht richtig zu gehen. Ich höre nur rechts Musik. Schitt, ob das dann mal gut geht, denn immer wenn ich ohne Musik laufe, bin ich zu langsam.

9:59Uhr, immer noch keine Musik, aber keine Zeit mehr zur Fehlersuche, denn die zählen schon den Countdown an.

10:00Uhr, Startschuß zum 21km HalbMarathon beim Bienwald-Marathon Kandel

10:03Uhr, ich starte die Uhr und überlaufe die Startlinie! Nun gibt es kein zurück mehr und ich fühle mich noch Gut! Das Wetter recht Gut, aber als wir aus dem Ort kamen, bei km2-3, liefen wir über Land und da war recht starker Gegenwind. Im nächsten Ort war alles wieder ok.

Ich hielt mein Tempo und überholte recht viele Läufer. War wohl doch zu misstrauisch und hätte weiter vorne starten können. Die ersten Km liefen Super, die Zwischenzeiten langen bei 5:25 – 5:35 und somit im Plan. Ich wollte eine Schnitt von 5:30 laufen um unter 2h zu bleiben.

Bei Km 7 kam ich mit zwei Mitläufern ins Gespräch. Ein Mann und seine Frau, welche echt kämpfte und Ihr Mann sie anfeuerte. Ich fragte ob es Ihr erste Halbmarathon sei und das ich für Stockholm trainiere. Da sagt Ihr Mann doch, das sie auch am 30.05.2009 beim Stockholm Marathon dabei sind und auch dafür trainieren. Wenn das mal nicht cool ist, bei einem Wettkampf treffe ich Leute die mit nach Stockholm kommen. Eine Weile bin ich mit Ihnen mitgelaufen und ohne das ich bemerkt habe dabei an meiner Frau vorbei gelaufen. Sie fragte mich nur, mit wem ich da geschwatzt hätte. Bis da lief auch alles super und die Zeit sah echt gut aus. An jeder Verpflegungstelle nahm ich mir was zum trinken, um bei Kräften zu bleiben.

Bei km10,5 kam uns der erste Halbmarathon Läufer schon entgegen und der war echt schnell, denn bist der zweite kam, dauerte es ne Weile ;-).

Am Km 13 war der Wendepunkt für die Halbmarathon Läufer und da merkteman schon, das es 13km waren. Ich denke mal da spielte der Kopf auch mit, denn ich laufe ja Mittags immer 12,5 km und da dachte der Kopf wohl, gleich ist “Feierabend”.

Der Km14 war dann auch der schnellste 5:02Min. aber langsam merkte ich die Kilometer und ich hoffte schon auf die nächste Verpflegungsstation. Ich trank wieder nur und wunderte mich, das es nix zu essen gab! 🙁

Ab km17 war es dann vorbei, ich hatte fast keine Kraft mehr, der Puls blieb stehen und ging nicht weiter hoch, so als ob jemand mich festhalten würde. Bei km18 war ich froh das es nur noch 2km bis zum Ziel waren, aber als ich bei wieder mal nachdachte wurde mir Klar, das es ja noch 3km waren und wieder wurde ich langsamer. Ich spürte es regelrecht und es waren immer mehr Läufer die mich überholten.

Km 19 war erreicht und ich schöpfte wieder Hoffnung und trank nochmal was, Aber wieder sah kein Essen, wo waren die Bananen nur?  Ich hätte jetzt eine ganze Staude gebrauchen können. Denn die Ausdauer war da und die Beine waren nichtmal schwer, aber es ging einfach nicht schneller. km20 und die Landstraße mit dem Gegenwind. Ich dachte nun ist alles vorbei, da “hält dich einer von hinten fest” und nun “drückt noch einer von vorne”, das schaffst du niemals.

Km 21,5, das Stadion lag direkt neben mir, man lief hoch zum Tor und nochmal 350m im Station zum Ziel. Ich dachte mir schon das so ne Sationrunde bestimmt Frustrierend ist, so kurz vorm Ziel nochmal eine Ehrenrunde zu drehen. Ich nahm nun aber all meine Kraft zusammen und versuchte das Umzusetzen was ich jeden Mittag übe.
Ich gab auf den letzten 300m nochmal richtig Gas, denn die Uhr lies mich noch Hoffen. Ich gab nochmal alles und schaffte es sogar noch welche zu überholen.

Zieleinlauf 1:59:04h

[ 780 Schaaf, Jörg MIT40-42.de 1968 1:59:04 M40 177 ]

Es war vollbracht, das Ziel wurde erreicht und ich lief die 21km unter 2h!

Das ist einer Verbesserung zum Baden-Marathon (2:19:31) von sage und schreibe 20Minuten oder besser von ca. 1Minute pro Kilometer!

Ach ja, warum gab es nix zu Essen an den Verpflegungsstationen?

Nun ich war so damit beschäftigt einen Becher Isodrink zu bekommen un dann vom Tisch nach links weg zu laufen, das ich jedesmal, als ich nach links gelaufen bin am Tisch mit den Bananen und Orangen vorbei gelaufen bin. Somit war ich am Ende meiner Kräfte, weil ich trank und nicht das essen sah.

Das passiert mir nicht nochmal!

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  1. Das ist doch ein super Erfolg! Das Ziel genau erreicht, gratuliere dir. Und der Lauf klingt ja auch ganz gut. Das nächste Mal stellst du dich dann vielleicht doch lieber zu “2:00h und mehr” und läufst ganz locker los, dann bleiben dir die Probleme am Ende erspart. So ein lockeres Gespräch zwischendurch ist aber auch super!

    • Danke Hannes,

      ich habe daraus viel gelernt und werde bestimmt nicht so Adhoc einen HM laufen. Essen UND trinken ist wichtig.
      Ich habe noch immer Probleme meine Zeit einzuschätzen und werde mir wohl die Forerunner 305 zulegen 🙂 .
      Ihr seit alle damit zufrieden und dann muss da wohl was dran sein.

  2. Pingback: Neue Bestzeit auf der Hausstrecke über 11km | MIT40-42.de