Der zweite lange Lauf wurde noch länger

Was soll ich sagen,

Samstag Mittag, schönes Wetter, Sonne 5C°, Familie nicht zu Hause, Fit und nicht Müde, perfektes Laufwetter oder was sagt Ihr dazu.

Also ich die Laufsachen an und die Sonnenbrille auf. Musik ins Ohr und mit richtig viel Lauflust auf die Piste. Geplant war die 17km Standard Runde. Ich wollte mit 70%-75%max. laufen um eine lockere Runde hin zu legen. Als ich nun nach ca. 7km immer noch im Soll Bereich lag und es mir richtig Gut ging, spielte ich schon mit dem Gedanken, die 17km um die kleine Runde zu erweitern (ca. Plus 3km). Als ich dann beim 10km an eine Markante Stelle kam, die ich bei meinem ersten langen Lauf, von der anderen Seite, passierte bog ich nicht wie üblich rechts ab, sondern lief die Strecke des langen Laufs.

Ich wusste schon was ich in diesem Augenblick getan habe, denn beim letzten langen Lauf, lief ich nicht die Strecke zurück, welche nun gerade gekommen war, sondern eine kürzere. Das bedeutet, wenn ich nun die gleiche Strecke laufen würde, wäre diese auf jedem Fall länger als der erste lange Lauf.

Das Wetter war immer noch geil und ich fühlte mich echt super!
So lief ich mit einem Puls von 75%max und spulte die Kilometer runter.

Die Zeit verlief wie im Fluge, das einzige was mir etwas zu Denken gab, war mal wieder meine kurzfristige Entscheidung den Lauf doch länger zu machen, als geplant und somit auch nicht das nötige Wasser und Essen mit zu haben. Es war zum Glück nicht so heiß und ich hatte gut gefrühstückt. 🙂

Was mich sehr Freude und auch überrascht, waren die Steigungen. Ich mein Tempo und meinen Schritt, die Steigungen spürte ich kaum in den Beinen, auch wenn sie zum Teil 1-2km lang waren und recht gute Prozente hatten.
Ab einem bestimmten Zeitpunkt spürte ich die Beine sowieso nicht mehr, die liefen einfach nur noch, wie schon beim ersten langen Lauf.

Ich kam nach ca, 2,5h an einen Abzweig, der mich recht schnell nach Hause führen würde, aber ich hatte ja einen “Trumpf” im Ärmel, denn ich wusste genau, das ich in ca. 5-6km etwas zum Trinken bekommen würde.
Meine Frau arbeitet an einer Stelle, an der ich vorbei lief und da kann ich dann “auftanken”. Mit diesen Ziel lief ich den Berg weiter hoch, denn seit Kilometer 15 ging es nur noch Bergauf, mit kurzen Senken.

Ich merkte aber schon das diese Steigung in die Beine geht und so lief ich mit meinem Schritt wie ein Metronom die letzten Kilometer bis zu meiner Frau.
Es waren noch ca.1km bis zu meiner Frau, also dem Stopp an der “Tankstelle”., da zeigte die Uhr 3h an!

3h auf der Uhr und noch lange nicht am Ziel. Nun war es klar, dieser Lauf würde definittief länger sein als der letzte Lauf.

UND ich habe es geschafft, vor mir lag die Rettung, der Thomashof und somit auch das Trinken was ich brauchte um nachzutanken. ca. 3:10h und ich stoppe die Zeit für die Stärkung, welche ich recht schnell zu mir nahm. Ich wollte nicht all zu lange stehen bleiben, was ich eigentlich nicht konnte, ich musste mich immer irgendwie Bewegen, es ging gar nicht anders.
Kurz darauf, vielleicht 3-5Min. ging es schon wieder weiter. Die letzten Km standen vor mir.

Nun es war bereits Dunkel und wie Ihr vielleicht noch wisst, bin ich mit der Sonnenbrille losgelaufen und dachte ja, ich bin gleich wieder zurück. Ich bin ohne Brille recht blind, aber mit Sonnenbrille im dunklem Wald laufen, da sehe ich auch nicht mehr. Somit blieb mir nichts anderes übrig, als die Brille abzunehmen und das Restlicht im Wald zu nutzen um den Weg ein wenig zu sehen.
ZUM Glück war der Weg frei von den Ästen, denn die letzten Tage hatte es echt “Äste geregnet”, beim Sturm.
Ich lief die letzten Kilometer also fast Blind, aber mit einem geilem Gefühl, gleich angekommen zu sein.
Die Beine liefen wie von alleine, nach ein paar schmerzhaften Metern wegen des Stops an der “Tankstelle”.

Ich stoppe die Uhr bei 3:36h !

Alles was ich jetzt noch wollte waren ein Bad und so wenig Schmerzen wie möglich, wenn die Körpereingenen Drogen nachlassen :-).

Ich ließ mir ein heißes Bad ein, dabei trank ich 2 x 0,5l Isodrinks. Zum baden kamen noch mal 0,5l an die Badewanne mit die in den 1,5h in mich laufen ließ. Ich blieb also 1,5h in der Wanne und danach machte ich für die Familie und mich Nudeln mit Gulasch!

Heute am Sonntag kann ich sagen, das ich alles richtig gemacht habe. Ich fühle mich prima, ich merke zwar das ich was getan habe, aber ich habe KEINEN Muskelkater oder gar Probleme mit den Gelenken oder Muskeln.
Wir waren heute beim schönen Wetter Spazieren und das war genau Richtig zum Wochenausklang.

Ich habe gerade die Strecke mit Google ausgemessen und kam auf

ca. 29,5km 🙂

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